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Keramiker/-in EFZ ist ein handwerklicher Kreativberuf, bei dem du Objekte aus Ton und anderen keramischen Massen herstellst – von Gebrauchsgeschirr über Kunstobjekte bis hin zu technischen Bauteilen. Du arbeitest mit deinen Händen, formst, drehst, glasierst und brennst Materialien zu einzigartigen Produkten. Keramiker/-innen arbeiten in kleinen Kunsthandwerksbetrieben, in der Industrie, in Lehrwerkstätten oder sogar in eigenen Ateliers. Die 3-jährige Lehre verbindet handwerkliches Können mit künstlerischem Ausdruck auf einmalige Weise.
Was diesen Beruf von anderen handwerklichen Berufen unterscheidet, ist die einzigartige Verbindung von Kunst, Handwerk und Chemie – du musst verstehen, wie Materialien sich beim Brand im Ofen verändern, welche Glasuren welche Effekte erzeugen und wie du Formen gezielt beeinflussen kannst. In der Schweiz gibt es sowohl Betriebe, die sich auf traditionelles Kunsthandwerk spezialisieren, als auch solche, die keramische Bauteile für die Industrie produzieren. Diese Bandbreite macht den Beruf besonders vielseitig und spannend.
Ein typischer Arbeitstag beginnt oft damit, dass du Ton aufbereitest, knetest und blasenfrei machst, bevor du ihn auf der Töpferscheibe oder mit Hilfe von Gussformen weiterverarbeitest. Du glasierst bereits getrocknete Rohlinge, beobachtest Brennvorgänge im Keramikofen und kontrollierst die fertigen Stücke auf Qualität und Massgenauigkeit. Daneben reinigst und pflegst du Werkzeuge, Formen und Öfen, planst neue Entwürfe und bist manchmal auch direkt im Kundenkontakt, wenn du Produkte erklärst oder nach Wunsch gestaltest.
Gute Noten in Zeichnen und Gestalten sind von Vorteil, da du ein gutes Auge für Formen, Proportionen und Farben mitbringen solltest. Handgeschick, Geduld und Ausdauer sind absolut zentral – ein Tonstück kann schnell reissen oder sich verziehen, wenn man zu ungeduldig vorgeht. Wichtig ist auch ein gewisses naturwissenschaftliches Verständnis für Brenntemperaturen, Materialverhalten und Glasurchemie. Wer neugierig, kreativ und bereit ist, aus Fehlern zu lernen, ist in diesem Beruf genau richtig.
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